Hab das Teil nun kurz vor Verkaufsstart erworben. Für ein auführliches Review fehlt mir momentan die Zeit - aber ein paar Kurzeindrücke sollen es schon sein.
- Das Gerät (ich habe den schwarzen) besticht durch die an Alu erinnernde Gehäuseoberschale des unteren Deckels. Die obere Gehäuseschale sieht durch die "Klavierlack-Oberfläche" (ist eine Schutzfolie) richtig edel aus.
- Windows XP startet beim ersten Einschalten den Setup-Modus - so dass dass System in 2 Minuten eingerichtet ist. Boot-Zeit ca. 24 Sek. Blöd ist, dass beim Gerät ein Bootmenü erscheint und nur über die F11-Funktionstaste ein Start möglich ist (andernfalls schaltet das Gerät ab) - kann aber noch eine Einstellungssache sein. Tipp: Grund und Lösung sind in meinem Blog http://gborn.blogger.de/stories/1167675/ beschrieben. WLAN war innerhalb einer Minute eingerichtet und es konnte gesurft werden.
- Die Festplatte ist in 2 Partitionen aufgeteilt - eine NTFS-Partion mit 66,3 GB Kapazität (im unkomprimierten Zustand knapp 59 GB frei) und eine Restore-Partition (FAT) mit 8 GByte. Die Festplatte ist nicht zu hören. Positiv: Das Gehäuse wird auch längst nicht so warm, wie beim EEE PC 701G
- Das non-glare Display ist gut ablesbar und hat eine wesentlich bessere Ablesbarkeit/Helligkeit als das Display des EEE PC 701 G.
- Touchpad und Tastatur empfinde ich als leichtgängig. Speziell die Tastatur begeistert mich, kann ich doch darauf fast wie auf einer normalen Tastatur schreiben (jedenfalls entspricht das Feeling einer Notebook-Tastatur). Beim Touchpad braucht es zum Scrollen etwas mehr Druck als beim Eee PC 701 (da empfinde ich das ASUS Tourchpad angnehmer).
Die Softwarebeigaben zu Win XP SP3 sind ganz nett, aber nicht wirklich alle prickelnd:
- WordPefect Office X3 (Corel Office) -> werde ich vermutlich durch OpenOffice.org 3.0 ersetzen,
- Bullgard-V (Virenschutz, 3 Monate Testversion nach Registrierung - imho für Privatanwender entbehrlich),
- Wiso Mein Geld (nett, wer's braucht),
- PhotoImpact 12 SE (nett, startet aber etwas zäh)
- Aldi Foto auf CD+Foto-Manager und Druckservices
- PowerDVD (Spitze! liefert den zur DVD-Wiedergabe erforderlichen MPEG-2-Decoder)
- Cyberlink YouCam (für die Webcam -> der Windows Movie Maker erkennt die Webcam nicht, im "Arbeitsplatz" ist aber auch ein Zugriff auf die Webcam möglich)
- Google Desktop, Live Messenger, Live Mail, Google Desktop-Suche etc.
Die Google-Software nehme ich wahrscheinlich runter, WordPerfect Office X3 wird vermutl. durch OpenOffice.org 3.0 ersetzt und PhotoImpact 12 schaue ich mir nochmals in Ruhe an - wenn das Teil aber weiter so zäh startet, ersetze ich es durch eine schlankere Bildbearbeitung.
Mein erstes Fazit nach ca. 1 Stunde arbeiten am Gerät: Es war den Kauf wert und ich werde den Akyoa 1210 als "Referenz" für die kommenden (hoffentlich bald bei mir eintrudelnden) Netbooks einsetzen. Bin mal gespannt, wie sich einzelne Linux-Distros auf dem Teil schlagen.
Nachträge: Mal schauen ...
Ich denke momentan über ein Liste für ein "Small-Software-Package" für Windows XP-Netbooks nach - vielleicht gibt es demnächst beim UMPC-Magazin (und/oder in einem Buch) eine Empfehlungsliste für schlanke, schnelle und ggf. portable Anwendungen, die auf einem Netbook rennen und kaum Speicherplatz belegen (wird auch den SSD-Modellen zugute kommen).
Offenbar habe ich mit meinem Kauf Glück gehabt. Bisher habe ich keinen Grund zur Beanstandung (kleine Akkukapazität war bekannt). Andere Käufer scheinen mehr Probleme zu haben (halt die normale Ausfallquote für Konsumerelektronik).
Update zur Frage komprimieren der NTFS-Partition: Eine Überlegung war, die NTFS-Kompression für die gesamte Systempartition einzusetzen, um mehr Speicherplatz zu haben (bei mir liegen häufig Mega-Bytes an unkomprimierten TIFFs rum). Der Prozessor sollte beim Akoya 1210 schnell genug sein, auch mit komprimierten Dateien umzugehen. Eine nachträgliche NTFS Komprimierung dauert bei einer gefüllten NTFS-Partition doch einige Zeit - und in Benutzung befindliche Systemdateien lassen sich zudem nicht komprimieren. Ich habe zwischenzeitlich ausgewählte Verzeichnisse zum Test komprimieren lassen - bringt aber auf dem nackten System nur ein paar hundert Megabyte (da hilft "abspecken" bei der installierten Software mehr). Bei Benutzerdateien kann die NTFS-Komprimierung anders aussehen.
Bei Chip.de
http://www.chip.de/artikel/Test-Medion-A…k_32144172.html wird im Testbeitrag eine freie Kapazität von rund 47 GByte angegeben. Kann ich so nicht bestätigen, bei mir waren 58,8 GB nach der Installation frei. Nach dem Komprimieren bin ich auf ca. 59,5 GByte freie Kapazität gekommen.
Ein paar Blog-Beiträge zu diversen Fragen/Problemen zum Mediaon mini habe ich zwischenzeitlich unter
http://gborn.blogger.de/stories/790945/#akoya eingestellt.